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Unterricht: Im Land wird eine Kooperation der Schulformen diskutiert, Hanstedt hat sie schon: Hier lernen Haupt- und Realschüler gemeinsam
In Wahlfächern, Arbeitsgemeinschaften oder im Chor sind die Grenzen aufgehoben. Ein Wechsel von der einen zur anderen Schulart wird erleichtert.Von Carolin Trümper Hanstedt - Haupt- und Realschulen in Niedersachsen sollen künftig stärker kooperieren.
Gründe hierfür sind sinkende Schülerzahlen, der Elternwille und Lehrermangel.
Am 24. Februar wird Bildungsministerin E "Guten Morgen, lieber Herr Sie organisieren zusammen das Internet-Café, die Schülerbücherei, die
Homepage oder den Schulgottesdienst", sagt Es gibt einen Schülerrat, in dem sich Haupt- und Realschüler gemeinsam
engagieren, für die jüngsten Schüler aus den 5. Klassen übernehmen Haupt- oder
Realschüler aus 9. oder 10. Klassen Patenschaften. "Sie sind dann
Ansprechpartner für die jüngeren, unternehmen Ausflüge, organisieren etwa
Lesenächte", sagt Susanne "Wenn sich Schüler angenommen fühlen, sind sie leistungsbereiter,
offener und engagierter. Und wir nehmen sie so an, wie sie sind", sagt Die 36 Lehrer unterrichten in beiden Schulformen - so können sie Schüler gut
einschätzen und Eltern beraten, in welcher Schulform ihr Kind besser aufgehoben
ist. In Wahlfächern, Arbeitsgemeinschaften oder im Chor sind die Grenzen aufgehoben. Ein Wechsel von der einen zur anderen Schulart wird erleichtert.
Hauptschüler der 9. Klasse besuchen zumeist auch noch die 10. Klasse, um den
Realschulabschluss oder sogar den Erweiterten Realschulabschluss am Ende der
10. Klasse zu erreichen. "Sie sind dann reifer geworden, in der speziellen
Situation der 10. Klasse haben Schüler ein anderes Interesse, sie bemühen sich
dann sehr", sagt Die Realschüler erreichen nach Klasse 10 ihren Abschluss oder sogar den
Erweiterten Realschulabschluss, mit dem sie auf ein Gymnasium wechseln dürfen.
Mit dem Realschulabschluss in der Tasche beginnen sie eine Lehre oder wechseln
auf die zweijährige Berufsschule. "Alle Schüler schaffen hier einen
qualifizierten Abschluss", sagt "Gut für Schüler beider Schulformen ist das Lions-Quest-Programm, das
unsere Lehrer mit einer Stunde pro Woche unterrichten", sagt Noch ein Plus der Zusammenlegung beider Schulformen: "Dadurch, dass wir
einen Etat für zwei Schulformen verwalten, haben wir ein großes, gut
ausgestattetes Angebot an Fachräumen, gerade in den Naturwissenschaften. Dies
hilft uns auch bei der Binnendifferenzierung, für individuelle Arbeitsaufträge
unterschiedlich begabter Schüler im Unterricht", sagt Frau erschienen am 18. Februar 2009 So halten es die Bundesländer
In Schleswig-Holstein, Bremen, Hamburg, Berlin, Rheinland-Pfalz und im Saarland sind Hauptschulen als eigenständige Schulform abgeschafft oder ihre Abschaffung ist geplant. In den von CDU und FDP regierten Ländern Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern gibt es Kooperationen von Haupt- und Realschulen an einzelnen Standorten. Hessen hält am dreigliedrigen Schulsystem mit eigenständigen Hauptschulen fest. In den neuen Bundesländern gibt es die Schulform nicht. Das sagt die Gewerkschaft Erziehung und
Wissenschaft
Die GEW kritisiert den Vorstoß der Kultusministerin. "Mit dem Vorstoß der Zusammenlegung von Haupt- und Realschulen will die Ministerin lediglich am dreigliedrigen Schulsystem festhalten, obgleich unter anderem durch die demographische Entwicklung deutlich ist, dass die Menschen zunehmend ein wohnortnahes und komplettes Bildungsangebot wünschen. Das können letztendlich nur Integrierte Gesamtschulen leisten, die auch den Weg zum Abitur bieten", sagt Richard Lauenstein, GEW-Pressesprecher. Gerade in den letzten Wochen habe sich gezeigt, dass Eltern bei Befragungen von Schulträgern eine Integrierte Gesamtschule als Alternative zu einer Haupt- und Realschule bevorzugen. Der Vorsitzende der GEW, Eberhard Brandt, kritisiert daher den Vorstoß der Ministerin. Eltern, die auf die Realschule gesetzt hätten, stellten fest, dass es heute fast unmöglich ist, von der Realschule auf das Gymnasium zu wechseln. "Daher suchen Eltern eine Schule, die vor Ort erreichbar ist, alle Bildungsgänge enthält und den direkten Weg zum Abitur bietet", sagt Eberhardt Brandt. Das sind die Pläne der Landesregierung
Die niedersächsische CDU-Landtagsfraktion will auf die sinkende Zahl von
Hauptschülern reagieren und die Zusammenarbeit von Haupt- und Realschulen
deutlich verstärken. Die Schüler sollen in mehreren Fächern gemeinsam
unterrichtet werden. Das kündigte der schulpolitische Experte der CDU-Fraktion
Karl-Heinz Klare an. Kultusministerin E Im vergangenen Jahr haben nur noch rund 14 Prozent ihre Kinder in Niedersachsen zur Hauptschule geschickt, 2007 waren es noch gut 18 Prozent. Ct |
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