Religion

Wie passen das Weihnachtsfest und Puzzeln zusammen? - Eine etwas andere Adventsmeditation der Jahrgänge 5 und 6

Am Schuljahresanfang wurden die neuen Schüler des Jahrgangs 5 mit dem Gedanken begrüßt, dass jeder an unserer Schule so wichtig ist wie das kleinste Puzzleteil in einem großen Ganzen. Diese Idee wollten wir mit dem Gedanken an das Weihnachtsfest verknüpfen. Was aber haben das Puzzeln und das Weihnachtsfest gemeinsam?

Jeder kennt die Erfahrung, dass man sich beim Puzzeln darauf freut, die letzten Teile legen zu können, um endlich ans Ziel zu kommen, nämlich der Vervollständigung eines Bildmotivs. Aber wie groß ist die Enttäuschung, wenn nach langer Mühe genau ein Teil fehlt. Diese Erfahrung machten die jüngsten Schüler des Gymnasiums Haren, während sie Puzzles mit Krippenbildern zusammenlegten und dabei feststellen mussten, dass genau ein Puzzleteil, das mit dem Christkind, fehlte. Man kann weiterfragen: Was ist das Weihnachtsfest ohne das Christkind?

Am Freitag, den 16. Dezember 2011, standen diese Fragen und Gedanken im Mittelpunkt der meditativen Betrachtung in der Martinus-Kirche, indem die Jungen und Mädchen beispielsweise einen Geschenkeberg wegräumten und dahinter Jesus als Kind in der Krippe fanden, oder dadurch, dass sie überlegten, welche Geschenke Freude bereiten, ohne dass sie etwas kosten. Antworten wie die Familie, Zufriedenheit, Freude, Glück, Gesundheit, Freunde ö.ä. machten deutlich, dass das Schenken und Beschenktwerden nicht vordergründig materieller Natur ist, sondern dass soziale Werte nachhaltiger glücklich und zufrieden machen.

Sinnbild für diese Gedanken ist das unschuldige, kleine und in ärmlichen Verhältnissen geborene Kind. Durch ihn ist den Menschen an Weihnachten ein großes Geschenk zuteil geworden, die Freude und das Glück über das Kommen Gottes. Und diese Frohe Botschaft darf man auch ruhig mit „richtigen“ Geschenken feiern.

 

Dunja Gerdes / Peter Mlynek