

In Südafrika
sterben täglich ca. 600 HIV-infizierte Menschen, und ca. 300.000
Kinder haben ihre Eltern wegen AIDS verloren!
Um vor allem die Not dieser Kinder zu lindern, wurde 2001 in Kapstadt die Stiftung
HOKISA gegründet. So können 12 von HIV und AIDS betroffene Kinder
in einem Kinderheim ein dauerhaftes Zuhause finden. Andere Kinder werden unterstützt
mit Medikamenten, guter Ernährung und Spielmöglichkeiten.
Über den Jugendbuchautor Dr. Lutz van Dijk, Mitbegründer von HOKISA,
haben wir Kontakte nach Kapstadt geknüpft. Anlässlich mehrerer Besuche
in unserer Schule hat Lutz van Dijk aus seinen Büchern gelesen und uns darüber
hinaus einen Einblick in die Arbeit von HOKISA gegeben. Die Schicksale und Lebenswege
der kleinen Kinder haben uns alle sehr bewegt. So war es eigentlich selbstverständlich,
dass wir helfen wollten. Mit Sammlungen, Spenden und verschiedenen Aktionen konnten
wir bereits zweimal größere Geldspenden nach Kapstadt überweisen.
Barbara Arning
Weitere Infos: www.hokisa.co.za
am 5. September 2011 um 19:00 Uhr in der Aula der KKS/GHS, Eingang GHS
Lutz van Dijk, der bekannte Jugendbuchautor und Mitbegründer von HOKISA liest aus dem Buch von Mbu Maloni, das er gemeinsam mit diesem Jungendlichen geschrieben hat.
Mbu wohnt seit 2010 im Kinderhaus HOKISA und hat dort nach einer langen Zeit in der Obdachlosigkeit endlich ein Zuhause gefunden. Nachdem aber sein bester Freund kurz darauf von einem anderen Jugendlichen erstochen wird, entschließt er sich, Lutz van Dijk zu bitten, mit ihm zusammen seine Geschichte aufzuschreiben...
Mit der Erlös aus dem Verkauf des Buches soll die Ausbildung des Jungen finanziert werden.
Der Eintritt für die Lesung: Erwachsene 5,- €, Schüler 2,50 €
Vieles hat sich in den vergangenen zwei Jahren geändert. Neue Mitarbeiter sind hinzugekommen, mit Spendengeldern wurde der Spielplatz vor dem Haus neu gestaltet, und die überwiegende Zahl der Kinder geht inzwischen zur Schule. Einige sind bereits Teenager. Für die Betreuer bedeutet das eine neue Herausforderung, denn sie müssen die Kinder in ihrer schulischen Entwicklung unterstützen, obwohl einige von ihnen selber keine umfangreiche Schulbildung haben.
Als ich 2010 für ein Jahr nach Kapstadt ging, wurde ich von Lutz van Dijk und Karin Chubb gefragt, ob ich bereit wäre, für die Betreuer einen Workshop zu veranstalten, der ihnen Methoden zur Unterstützung der Schulkinder vermitteln könnte.
Mich auf die speziellen Bedingungen eines Kinderhauses in einem Township einzustellen, war eine ganz neue Herausforderung, die mir viel Spaß gemacht hat. Wir haben auf unseren Treffen viel gelacht, obwohl die vielen existenziellen Sorgen, die das Leben in Masiphumelele prägen, das aus unserer Sicht nicht vermuten lassen. Darüber, dass ich bis heute Rückmeldungen aus dem Kinderhaus bekomme, dass ihnen das Methodentraining weitergeholfen hat, freue mich natürlich sehr. So haben sich unseren Fortbildungen zum Methodentraining auf unerwartete Weise gelohnt.
Petra Reichel
Das Ergebnis des Sponsorenlaufes:
Es gehen
Herzlichen Dank an alle, die sich so toll beteiligt haben!
Wie versorgt man ein Kind in einem Elendsviertel, das HIV-positiv ist oder AIDS hat?
Wer versorgt Kinder, deren Eltern an Aids gestorben sind?
In Masiphumelele, einem Elendsviertel (Township) in Kapstadt, übernimmt HOKISA diese Aufgabe.
HOKISA bedeutet: Ein Haus für die Kinder Afrikas!
2002 gründete der Jugendbuchschriftsteller Lutz van Dijk diese Einrichtung zusammen mit den Bewohnern des Townships. Seit dieser Zeit sorgen Spenden aus Deutschland, den Niederlanden und auch Amerika dafür, dass dieses Haus Kindern Unterkunft und medizinische Versorgung gibt, die an AIDS erkrankt sind, HIV-positiv sind oder deren Eltern an dieser Krankheit gestorben sind.
Alle gespendeten Gelder werden zum Ausbau des Hauses verwendet.
Eure Spende rettet das Leben von Kindern!
Am Ostermontag dieses Jahres hatten wir wieder Gelegenheit, HOKISA in Masiphumelele zu besuchen und Lutz van Dijk und das HOKISA-Team zu treffen, obwohl er im Aufbruch zu seiner Lesereise nach den Niederlanden und Deutschland war. Für seine Bereitschaft, sich mit uns dennoch zu treffen, möchten wir uns hiermit noch einmal ganz herzlich bedanken!
Auch wenn wir durch die regelmäßigen Berichte über die Weiterentwicklung des Projektes informiert waren, hat uns überrascht, wie viel sich seit unserem Besuch vor 4 Jahren verändert hat.
Als wir ankamen, spielten wieder Kinder auf dem Spielplatz vor dem Haus, aber es standen neue Spielgeräte auf dem Rasen und neben dem Haus war ein Gemüsegarten angelegt worden, sodass Vieles zur Selbstversorgung zur Verfügung steht.
Auch im Haus hat sich einiges verändert: Es gibt jetzt einen vom Spiel- und Wohnzimmer abgegrenzten hellen Raum, in dem die Schulkinder ihre Hausaufgaben machen oder sich mit Spielen beschäftigen können, denn die meisten der HOKISA-Kinder gehen inzwischen zur Schule.
Als wir ankamen, waren die meisten von ihnen gerade in der ebenfalls neu ausgebauten Küche versammelt, um mit ihren Betreuern Pfannkuchen zu backen, denn auch in Südafrika haben die Kinder am Ostermontag schulfrei.
Da wir eine Gruppe von fünf Personen waren, die sich für den Rundgang getroffen hatte, lud uns Lutz van Dijk in den Hausaufgabenraum ein, wo uns Judith, eine der Betreuerinnen im HOKISA-Haus, darüber berichtete, wie sie mit ihrem Kind dorthin gekommen war und wie viel Hilfe zum Überleben sie da erhalten hat. Ihr möchte ich noch einmal ganz herzlich dafür danken, dass sie sich für uns diese Zeit genommen hat, denn die fröhliche Atmosphäre in dem Haus lässt einen Besucher nicht vermuten, was für schwere Zeiten und Wege viele der Mitarbeiter und Kinder hinter sich haben und mit welchen Sorgen sie immer wieder konfrontiert werden.
Anschließend lernten wir noch das neue Leitungsteam kennen und übergaben ihnen einen Fußball, auf dem die Klassensprecher unserer Schule unterschrieben hatten und ein mit verschiedenen Farbstiften gefülltes großes Osterei. Wie erwartet und erhofft, kamen die Jungen sofort, um den Ball möglichst rasch einzuweihen.
Als wir vor vier Jahren dort waren, gab es noch ein großes Problem: Wohin gehen die Kinder, wenn sie älter als 12 Jahre alt sind, denn dann müssten sie eigentlich das Haus verlassen. Damals wurde deshalb der Grundstein für ein zweites Haus, das „Peace-House“ gelegt, in dem Jugendliche und die Betreuer und Betreuerinnen mit ihren Familien leben sollten, die zum HOKISA- Haus gehören.
Vor zwei Jahren wurde es eingeweiht und ist inzwischen voll bewohnt.
Auch dieses Haus konnten wir uns anschauen und es wirkte auf uns wie eine kleine Oase inmitten der von großer Armut geprägten Umgebung.
Ich bedanke mich bei Lutz van Dijk dafür, dass er uns wieder so viel Zeit gewidmet hat, obwohl er seine Reise vorbereiten musste, bei dem Mitarbeiterteam und bei den Kindern des HOKISA-Hauses, dass sie ihn uns für diese Zeit „überlassen“ haben. Immer wieder kam ein Kind, um sich seine „Streicheleinheiten“ bei ihm abzuholen.
Es gäbe noch viel zu erzählen und ich wünsche mir, dass viele Schülerinnen, Schüler und Eltern mich ansprechen, um mehr zu erfahren. Ich biete deshalb im kommenden Schuljahr einen kleinen Informationsabend für alle Interessierte an, bei dem über Bildmaterial und bei einem südafrikanischen Grillen mehr Informationen gegeben werden können. Der Termin wird über die Homepage bekannt gegeben.
Am 22. Juni dieses Jahres findet ein Sponsorenlauf zugunsten von HOKISA statt und wir hoffen, dass alle großen Spaß daran haben und viele Spender sich bereit finden, die Schülerinnen und Schüler zu unterstützen!
Petra Reichel
Liebe Frau Arning,
liebe Schülerinnen und Schüler,
liebe Lehrerinnen und Lehrer der Gerhart-Hauptmann-Schule in Hannover!
Mit viel Freude denke ich an den Vormittag bei Ihnen und Euch zurueck! Es war toll, wie interessiert Ihr Euch am Leben der Kinder und Jugendlichen bei uns gezeigt habt.
Vielen, vielen Dank allen, die Kuchen gebacken und erneut mitgeholfen
haben, für unser HOKISA Kinder- und Jugendhaus im Township
Masiphumelele in Südafrika Geld zu sammeln. Bei uns beginnt das neue
Schuljahr nach den Sommer-Weihnachtsferien (das hört sich ungewöhnlich
für Euch an, nicht?) - und dann werden mehr Kinder als zuvor in die
Schule kommen. Eure Spende wird uns helfen, für alle die nötigen
Schulbücher und Hefte zu kaufen, die in Südafrika leider nicht umsonst
sind. Einige ältere Kinder werden auch zur Oberschule gehen, die
außerhalb unseres Townships ist und wofür wir Transportkosten für
einen Schulbus bezahlen müssen.
Vielen Dank, dass Ihr uns dabei so sehr
helft!
Anbei sende ich Euch ein Foto, dass vor zwei Tagen aufgenommen wurde,
als wir einen Ferien-Ausflug machten - dabei waren auch zwei weiße
Nachbarskinder. Es war ein so schöner Tag!
Dieses Foto wollen wir Ihnen und Euch gern zu Weihnachten senden - mit
den besten Wünschen für schöne Ferien!
Mit herzlichen Grüßen aus Südafrika,
Lutz van Dijk
P.S. Leider weiß ich noch nicht, ob ich nächstes Jahr wieder zu Euch
kommen kann. Sollte es nicht gelingen, dann werde ich es ganz fest für
das Jahr danach wieder probieren!
eMail von Frau Arning:
Lieber Lutz van Dijk,
pünktlich vor Weihnachten melden wir uns wieder. Die Schüler der
Gerhart-Hauptmann-Realschule in Hannover haben fleißig Kuchen gebacken,Verkaufsaktionen gestartet und Spenden eingesammelt. Dabei sind in
diesem Jahr 1000 € zusammen gekommen, die ich bereits überwiesen habe.
Wir denken gerne an Ihren Besuch im September zurück und hoffen
natürlich sehr, dass es vielleicht 2007 wieder mit einem Treffen
klappt. Zu gerne würden wir uns von Ihnen persönlich berichten lassen,
wie es den Kindern geht und wie die weiteren Pläne aussehen.
Ihnen, den Kindern und allen Mitarbeitern von HOKISA wünschen wir ein
frohes Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr.
Herzliche Grüße,
Ihre Barbara Arning
Ein herzliches Wiedersehen gab es am 1. September mit Lutz van Dijk, dem Schriftsteller und Mitbegründer von HOKISA. Vor dem 9. Jahrgang erzählte v. Dijk zu seinem Buch „Township Blues“ und berichtete von seiner Arbeit in Masiphumelele/Kapstadt mit den HIV-infizierten Kindern. Er konnte uns berichten, dass die Spenden unserer Schule dazu beigetragen haben, die Kinder mit Medikamenten zu versorgen und somit ihr Überleben zu ermöglichen.
Weitere Spenden sind unbedingt nötig, um diese Arbeit fort zu führen, denn eine Heilung ist bislang nicht möglich.
So wollen wir auch dieses Jahr wieder im Dezember eine größere Summe überweisen. Daher unsere Bitte wieder an alle Schüler/innen und Eltern der GHS:
Unterstützt den Kuchenverkauf in der Cafeteria!
Auch direkte Spenden sind willkommen und können im Sekretariat abgegeben werden.
Lutz van Dijk wird weiterhin aus Kapstadt berichten und uns hoffentlich auch im nächsten Jahr wieder besuchen.
Noch ein Tipp: Sein neuestes Buch „Themba“ ist äußerst lesenswert!
Barbara Arning, 18.09.2006

Wir sind auf dem Weg nach Masiphumelele, das am Rande von Kapstadt liegt, um dort Lutz van Dijk bei HOKISA zu treffen. Auf highwayähnlichen Straßen führte der Weg aus der Stadt und nun stehen wir an einem Abhang und schauen hinunter in das Tal, in dem verschiedene Stadtteile, so auch Masiphumelele, liegen. Die Häuser sind von hier oben kaum zu unterscheiden, aber dass es verschiedene Stadtviertel sind, ist gut zu erkennen. Bei einem stehen die Häuser offenbar dicht an dicht – dorthin wollen wir, denn Masiphumelele ist ein Township, eine Siedlung, in der nur schwarze Südafrikaner leben, und die von großer Armut geprägt ist.
Der Weg dorthin ist leicht zu finden, denn neben der Straße gehen viele Schwarze in eine Richtung, Weiße sehen wir nur in den Autos vorbeifahren. Noch eine Abbiegung und wir sind in einer für uns fremden Welt: Wir sind in Masiphumelele.
Hier stehen einfachste Hütten dicht an dicht, auf der Straße
sehen wir nur Fußgänger und manchmal einen Fahrradfahrer,
aber keine Autos. Das Leben findet vor den Hütten statt
und die Zeichen extremer Armut springen einem bei jedem Blick
ins Auge. Wir fühlen uns als Fremdkörper mit unserem
weißen Golf und in der Urlauberkleidung:
Trotz der guten Wegbeschreibung, die Lutz van Dijk uns gegeben
hat, finden wir HOKISA nicht gleich. Wir fahren deshalb ein
paar Mal eine lange Straße
auf und ab und spüren dabei die neugierigen Blicke. Also steige ich aus
und gehe auf eine freundlich blickende Frau zu. „Molo, unjani?“,
spreche ich sie verlegen an, denn bisher hatte ich noch nie Gelegenheit, jemanden
auf Xhosa zu begrüßen. Der Erfolg ist überwältigend: ein
freundlicher Wortschwall ergießt sich über mich und ich führe
von da an das Gespräch auf Englisch weiter. Meine Xhosakenntnisse sind
nämlich mit dem Anfang der üblichen Begrüßungsformel erschöpft.
Diese afrikanische Sprache enthält viele, für uns Europäer nur
schwer zu beherrschende Klicklaute und überfordert meine Zunge.

Nach der Auskunft, die wir bekommen haben, stehen wir nach kurzer Zeit endlich vor dem großen Schild mit dem vertrauten HOKISA-Zeichen und ein junger Mann begrüßt uns strahlend. Es ist Kayzer, einer der Mitarbeiter von HOKISA. Er wird uns durch die kleine Anlage führen. Von ihm erfahren wir auch, dass dieser Platz, auf dem wir nun stehen, vor 3 Jahren noch eine Müllkippe war, und dass alles mit viel Mühe von Hand aufgebaut wurde.
Inzwischen hält ein Kleinbus neben uns, aus dem Lutz van Dijk steigt und uns mit großer Herzlichkeit begrüßt. Wir gehen gemeinsam durch das Eingangstor und stehen nun auf dem Vorplatz, der nachmittags für alle Bewohner des Townships geöffnet ist. Für die Kinder gibt es hier einen kleinen, liebevoll gestalteten Spielplatz und zur Selbstversorgung ist ein kleiner Garten angelegt, der dieses Jahr aber kaum genutzt werden konnte, weil es zu wenig geregnet hat. Dieses für uns unbedeutende Ereignis verursacht hier sofort zusätzliche Versorgungskosten und gewinnt damit große Bedeutung.
Als wir das Haus betreten, fühlen wir uns wie in einer kleinen
Oase. Alles ist mit viel Liebe gestaltet und strahlt Geborgenheit
aus. Wie viel Dramatik die Schicksale der hier lebenden Kinder
und Mitarbeiter mitbringen und den Alltag prägen, ist für
uns nur aus dem langen Gespräch mit Lutz van Dijk zu entnehmen,
der zweimal in der Woche kommt, um als ehrenamtlicher Mitarbeiter
und Vorstandsmitglied in dem Haus zu arbeiten. Von ihm erfahren
wir auch, dass sie gerade ein Kind aus dem Krankenhaus abgeholt
haben, das 3 Monate auf der Intensivstation gelegen hat.14 Kinder
zwischen 0 und 12 Jahren wohnen z.Z. hier und es gibt 8 fest
angestellte Mitarbeiter, die ebenfalls alle im Township leben.
Lutz van Dijk berichtet über Schicksale einzelner Kindern
und auch Mitarbeitern, denn alle in diesem Haus sind von HIV
betroffen, entweder weil sie selbst HIV-positiv sind oder weil
sie oder enge Verwandte AIDS haben oder daran gestorben sind.
Einige dieser Kinder wären ohne den Aufenthalt bei HOKISA
nicht mehr am Leben. Später werden wir sie noch kennen lernen.
Gleich zu Beginn unseres Besuches hat uns Kayzer durch alle Räume
geführt, so dass Volker, mein Mann, fotografieren konnte.
Es gibt ein Sanitätszimmer, ein Badezimmer, die Küche
und mehrere Schlafzimmer: 2 mit Doppelstockbetten für die älteren
Kinder, eins für Mütter, die über Nacht bleiben
wollen und das Gitterbettchenzimmer, in dem die Kleinen gerade
ihren Mittagsschlaf hielten – bis wir unsere Nase hineinsteckten!
Als wir eine Stunde später das Büro nach einem ausführlichen Gespräch
verlassen, ist der große Wohnraum mit Kindern bevölkert. Die Älteren
posieren für ein Foto und die Kleinen klettern mir auf den Schoß,
um mit meinen Haaren und Ohrringen zu spielen. Die Verständigung ist ganz
einfach: Wir lachen uns an und jeder redet in seiner Sprache.
Inzwischen
sind noch weitere Mitarbeiterinnen zu uns getreten, Shirley
und Nosipho, und wir packen jetzt gemeinsam das große
Bilderbuch aus, das ich im Namen der Schule mitgebracht habe.
Damit hat keiner gerechnet und es gibt ziemlich viel Gelächter.
Ich glaube, das Buch passt wunderbar in diese Gemeinschaft.
Zusammen mit dem Buch übergebe ich noch 2000 Rand (250,- €),
das Geld, das unsere Schüler und Schülerinnen durch
ihre Aktionen gesammelt haben und freue mich, dass ich die
Bestätigung bekomme, wie wichtig diese Beiträge für
HOKISA sind. Von einer Grundschule in Garbsen habe ich noch
eine Tasche mit Kleidung dabei, die sofort Verwendung findet.
Unser Besuch geht dem Ende zu, und wir werden gleich wieder zurück nach Kapstadt fahren. Wir sind von dem, was wir in Masiphumelele gesehen haben so beeindruckt, dass wir nicht mehr mit dem ausschließlichen Touristenblick die Stadt betrachten können. Mit HOKISA verlassen wir einen Ort der Zuflucht und eine kleine, aber wirkungsvolle Insel der Geborgenheit, die weiter wachsen wird. Am 1.April findet der erste Spatenstich für ein zweites Haus statt, das ganz junge HIV-positive Mütter mit ihren Säuglingen aufnehmen wird und in dem auch Kinder, die älter als zwölf Jahre sind, leben können.
Südafrika ist so weit weg und wir sind nur eine kleine Schule und trotzdem haben wir die Chance durch unsere Teilnahme an dem Projekt zu einer Verbesserung einer Situation beizutragen, die wie eine nicht zu bewältigende Aufgabe aussieht. Aber Masiphumelele bedeutet in Xhosa: „Wir werden es schaffen“ und HOKISA macht Hoffnung!
Petra Reichel-Rockenbauch, 02.04.2005
Nachtrag: Zitat aus einer Email von Lutz van Dijk, vom 04.04.05:
Und am 1.April hat wirklich das Ausgraben für das Fundament des HOKISA Friedenshauses begonnen – ich war heute den ganzen Tag dort ... elf Township-Bewohner, die bislang arbeitslos waren, werden dort in etwa 5 Monaten unser zweites großes Haus bauen. ... Es werden dort auch jene HOKISA-Mitarbeiterinnen wohnen,die bislang in einfachsten Blechhütten wohnen (und deshalb im letzten Winter nach Stürmen und Überschwemmungen zuweilen nicht zur Arbeit kommen konnten, weil sie erst wieder die Hütte für die eigene Familie aufbauen mussten), sowie einen Versammlungsraum zur Aids-Aufklärung.
Hier entsteht das neue HOKISA-Gebäude "Das Friedenshaus".
Dort werden ältere Kinder und Mitarbeiter wohnen. Die
Spendengelder fließen z. Z. in dieses Projekt.
Bilder von der Eröffnung des Peacehouse. Ehrengast war Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu.
Als der bekannte Schriftsteller Lutz van Dijk am 9. September 2005 das dritte Mal für
eine Lesung
zu uns in die Gerhart-Hauptmann-Realschule kam, waren die meisten
von uns sehr aufgeregt und neugierig. Für jede Gruppe aus dem 9. Jahrgang, nahm er sich mehr als 90 Minuten Zeit und beantwortete alle unsere bisher angesammelten Fragen zu dem Buch „Township Blues”, AIDS, Südafrika, den Kindern dort und der Aktion „HOKISA” (Home for Kids in South Afrika).
Diese Aktion, die auch von Herrn van Dijk mit ins Leben gerufen wurde, unterstützt Kinder und Jugendliche, die entweder selbst HIV infiziert oder deren Eltern HIV positiv bzw. an den Folgen der Infektion verstorben sind.
Nach
den ersten 45 Minuten und der fünfminütigen Pause setzten wir uns
alle in einen großen
Kreis und Lutz van Dijk stellte uns durch mitgebrachte Fotos die Kinder, die
in dem HOKISA-Haus leben, vor. Herr van Dijk erzählte und erklärte
zu jedem Bild sehr ausführlich. Es war sehr interessant, etwas über
die Lebensverhältnisse dieser Kinder zu erfahren.

Um auch älteren Kindern bzw. Jugendlichen ein Zuhause bieten zu können, wird gerade ein zweites Haus gebaut. Auf Fotos konnten wir auch dieses Bauvorhaben sehen.
Am Ende wurde uns noch ein englischer Film über das Projekt „HOKISA” und die Townships in Südafrika gezeigt. Im Nachspann dieses Films wird auch der Name unserer Schule genannt, da unsere Schule in jedem Jahr und bei jeder Schulveranstaltung Spendengelder einsammelt und an „HOKISA” spendet.
Zum Schluss signierte Herr van Dijk noch jedes einzelne Buch mit persönlicher Widmung.
Ricarda L., Klasse 9