Realschule mit Tradition und Profil im Zentrum der Stadt gegründet 1904
Freiherr vom Stein
Unser Namensgeber:
Karl Reichsfreiherr vom und zum Stein

wurde am 26. Oktober 1757 in Nassau geboren. Er verstarb am 29. Juni 1831 in Cappenberg/Westfalen. Dort wurde im Jahre 1952 die Freiherr-vom-Stein-Gesellschaft  gegründet. 

Seine Ziele setzte er zuweilen in straffen Reformen durch. Sein staatspolitisches Ethos beruhte auf lutherisch-religiöser Grundlage.

In einer labilen Gesellschaft wurde Freiherr vom Stein zum Sammelpunkt aufbauender Kräfte.

In dieser Gesellschaft konnten moralische Läuterung und uneigennützige, beständige Anstrengung, die Rettung des vom Untergang bedrohten  Staates, die energische Frontstellung gegen Gruppeninteressen und Vorurteile, ständische und regionale Beschränktheit dank des engagierten Einsatzes seitens des Freiherrn vom Stein zum Maßstab und Vorbild werden.

Freiherr vom Stein war zu seiner Zeit ein Mann mit wahrhaft revolutionären Ideen, die er konsequent und beharrlich gegen alle Widerstände, auch gegen die adligen Großgrundbesitzer zum Teil durchsetzte.

Er verfasste in Preußen ab 1807 folgende Gesetze:

  • die Befreiung der Bauern von der Erbuntertänigkeit (Unmündigkeit). Die Bauern erhielten ihre persönliche Freiheit und Unabhängigkeit.

  • die Gewerbefreiheit. Jeder konnte, ohne Unterschied des Standes, Grundeigentum erwerben - für die damalige Zeit eine Revolution.

  • die Selbstverwaltung der Städte. Die Städteordnung vom 19.11.1808 war in Europa eine schöpferische Tat ohne jedes Vorbild. Die Städte konnten jetzt ihre Finanzen und Polizei selbst verwalten und die Bürger konnten ihren Bürgermeister wählen.

  • Kampf um die nationale Einheit. Deutschland war zu dieser Zeit in mehrere Einzelstaaten zersplittert, staatsrechtlich auseinandergefallen und wurde von "36 kleinen Despoten" (Fr. v. Stein) regiert.

Der Freiherr vom Stein war der einzige Politiker in Deutschland, der den Befreiungskampf gegen Napoleon, die Errichtung einer Verfassung und die Einheit Deutschlands immer miteinander verbunden hat und für die Wiedervereinigung seit 1809 gekämpft hat. Dabei betrachtete er die "deutsche Frage" immer als Teil einer großen europäischen Lösung.

Diese Kräfte (Werte) auch in der heutigen Gesellschaft, die durch Wertverluste und Desolation gekennzeichnet ist, zu realisieren, ist notwendiger denn je.

An der Freiherr-vom-Stein-Realschule wurde daher ein Schulprogramm zur Wertevermittlung und  Berufsorientierung entwickelt, das auf den Grundsätzen des Namensgebers beruht.

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