Um Bissel herum…


Ahlhorner Fischteiche und Staatliche Teichwirtschaft

[Image]

3 km südlich des Schullandheimes liegen die vom Lethewasser gespeisten Ahlhorner Fischteiche. Sie wurden um die Jahrhunderwende (ab 1884) von Menschenhand geschaffen und umfassen heute noch 35 bewirtschaftete Teiche mit 120 ha Wasserfläche. Der jährliche Ertrag an Speisefischen liegt bei 500 - 750 Zentnern, hauptsächlich Karpfen, Schleie, Zander und Forelle.

Durch die Anlegung der Teiche und die Bewirtschaftung (z.B. regelmäßiges Anstauen und Ablassen des Wassers) ist ein einmaliges Naturparadies mit seltenen Tier- und Pflanzenarten entstanden. Allein 11 verschiedene Amphibienarten kommen hier vor. 1993 wurde das gesamte Gebiet der Ahlhorner Fischteiche unter Naturschutz gestellt. Die Teiche sind ein Beispiel dafür, dass sich menschliche Eingriffe in die Landschaft mit der Natur vereinbaren lassen.

Allerdings gefährden Gülleeinträge und eine sich daraus ergebende Eutrophierung der Gewässer, Wassermangel und andere negative Auswirkungen das ökologisch wertvolle Feuchtbiotop.


Museumsdorf Cloppenburg

[Image]

Als Tagesausflug bietet sich das ca. 15km entfernte Museumsdorf Cloppenburg an.


Lethe-Heide

[Image]

Die Lethe-Heide ist ein Landschaftsschutzgebiet aus einem Eichen-Erlen-Wald, einer Heidefläche mit Wacholdergehölzen und den Lethe-Bachtal-Terrassen. So wie hier gab es früher in der ganzen Gegend Heideflächen. Viele Schafe trugen zum Erhalt der Heidelandschaft bei, indem sie die schnell nachwachsende Heide abfraßen und verhinderten, dass Bäume wuchsen.

Im Bereich Großenkneten wurden bis zu 400 000 Schafe gehalten. Heute gibt es an der Lethe nur noch eine Schafherde.

Dieser Schafstall erinnert an vergangene Zeiten. Er ist für den längeren Einstand der Schafe wegen Umbau und mangelnder Luftdurchlässigkeit aber nicht mehr geeignet.

Die Lethe-Heide wird von der Biologischen Schutzgemeinschaft Hunte Weser-Ems (BSH) betreut.


Lethe

[Image]

Die Lethe ist ein kleiner in der Nacheiszeit entstandener Fluss, der hier noch natürlich verläuft. Er entspringt in der Nähe von Ahlhorn und mündet nach ca. 35 km bei Wardenburg in die Hunte. Das Lethe-Wasser ist kalt - auch im Sommer wird nur eine Temperatur von 13° - 14° C erreicht. Die Gewässergüte schwankt zwischen II und III.


Kleiner Sand

[Image]

Das Naturschutzgebiet Kleiner Sand weist einen extrem trockenen und nährstoffarmen Boden auf. Der Sandbiotop besteht aus Flugsanddecken aus dem Spätmittelalter und Dünen. Neben den spezifischen Trockenheit liebenden Pflanzen hat sich hier eine besondere Insektenfauna angesiedelt, z.B. solitär lebende Wespen und Bienen, seltene Schmetterlinge wie Bläulinge und Feuerfalter, zahlreiche an Sommertagen zirpende Feldheuschrecken, Lauf- und Mistkäfer


Sager Meer

Sager Meer

Das Große und das Kleine Sager Meer sind wahrscheinlich durch erhebliche Erdeinstürze über ausgelaugten Salzschichten in der Nacheiszeit vor ca. 5500 Jahren enstanden. Mit einer Tiefe von etwa 28 m ist das Sager Meer der tiefste See Norddeutschlands. Rings um das Meer hat sich ein mehrere Meter mächtiges Moor gebildet. Man erkennt noch heute Torfstiche. Das Sager Meer ist wegen der seltenen Wasserflora und -fauna Naturschutzgebiet. Es wird vom Mellumrat betreut.

Früher gehörte es zu der Ortschaft Sage, war für Fischreichtum bekannt und wurde vor dem Scheren für das Waschen der Schafe benutzt. Der Sage nach befand sich an der Stelle des heutigen Sager Meeres ein Ort, dessen Bewohner reich und übermütig geworden waren und ein lasterhaftes Leben führten. Eines Tages sei Gottes Geduld am Ende gewesen - so heißt es in der Sage - er habe Feuer vom Himmel fallen lassen. Die Erde habe sich aufgetan, der Ort sank daraufhin in die Tiefe, der Abgrund füllte sich mit Wasser. Noch heute kann man um Mitternacht gespenstischen Hahnenruf und Hundegebell aus der Tiefe hervorhallen hören.