zur Gelände-Übersicht

Der Bisselstein

 z u r ü c k


Bisselstein vergrößerbar

Der Bisselstein

"AUF EINEN SCHELMEN ANDERTHALBE"

Wer kennt ihn nicht, diesen Spruch auf dem Findling am Zufahrtsweg zu unserem Schullandheim. Er steht auf der linken Seite, kurz bevor man den Sandplatz erreicht. Schon mancher hat sich den Kopf zerbrochen, wer den Stein aufgestellt hat und welche Bedeutung er hat. Dass der Spruch von Goethe stammt, wussten einige zu berichten. Aufklärung bringt das "Bisselbuch 3" des Gründers unseres Schullandheims, des Rektors der Knabenschule Röwekamp Karl Peters.
Demnach stammt der Stein aus der Zeit vor der Einrichtung des Schullandheims. Das Gelände war im 2. Weltkrieg Teil eines Feldflugplatzes, der als Ersatzplatz für den Fliegerhorst Ahlhorn gedacht war. Das Rollfeld war südlich der Straße Bissel-Garrel, wo auch heute noch Militärgelände ist. Auf der nördlichen Seite standen Baracken für die Horstkompanie, das Bodenpersonal und die LKW-Fahrer. Ein Bunker diente als Lazarett, heute ein beliebter Spielplatz!
Auf dem Gelände lagen und liegen Findlinge. Einer davon wurde zu Anfang des 2.Weltkrieges von einem Horstkommandanten aufgestellt und mit einem Zitat aus einem Neujahrswunsch Goethes versehen, der vollständig so lautet:

"Im neuen Jahre Glück und Heil,
Auf Weh und Wunde gute Salbe!
Auf groben Klotz ein grober Keil!
Auf einen Schelmen anderthalbe!"

Über die Beweggründe, die letzte Zeile in den Findling einmeißeln zu lassen, ist leider nichts bekannt, aber dieser Spruch passt sicher auch zu unserem Schullandheim!