Zielsetzung

Im September 2000 kamen hochrangige Vertreter von 189 Ländern, die meisten von ihnen Staats- und Regierungschefs, zu dem bis dahin größten Gipfeltreffen der Vereinten Nationen in New York zusammen. Als Ergebnis des Treffens verabschiedeten sie die so genannte Millenniumserklärung. Aus ihr wurden später acht internationale Entwicklungsziele abgeleitet, die Millenniumsentwicklungsziele (Hunger halbieren, Grundschulbildung für alle, Förderung von Frauen, Kindersterblichkeit senken, Müttersterblichkeit senken, Krankheiten bekämpfen, Umweltschutz, Globale Partnerschaft). Die angestrebten Zielsetzungen bis zum Jahre 2015 zu erreichen, sind aber noch in weiter Ferne.
Deshalb erklärten sich die Mitgliedskommunen des Deutschen Städtetages bereit, so auch die Landeshauptstadt Hannover mit Ratsbeschluss aus dem Jahre 2009, die Verwirklichung der Ziele im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu unterstützen.
Ein wichtiger Schritt hierbei ist Bewusstseinsbildung. Aber wie? Unterschiedliche Formen und Methoden sind gefragt!
Die Kooperation zwischen Schule und Kultur unter dem Motto "Hauptschule in Bewegung" besteht nunmehr seit 16 Jahren und kann mit bereits 15 erfolgreich durchgeführten Projektzyklen eine positive Bilanz ziehen.
Bemerkenswert ist, dass an den durchgeführten Projekten, so auch an dem geplanten Vorhaben, weit mehr als die Hälfte der aktiv beteiligten Jugendlichen im Alter von elf bis achtzehn Jahren nicht-deutscher Herkunft ist.

Die Form der Projektarbeit eröffnet für die Praxis besondere Möglichkeiten:
Um einen leichteren Zugang zu der ohne Zweifel schwierigen und komplexen Thematik zu finden, bieten sich für die Schüler/innen die eigenen kulturell-künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten an.
Unter professioneller Anleitung von Fachleuten wird in unterschiedlichen Workshops gearbeitet, die am Ende zu einer Gesamtinszenierung zusammengeführt werden. Im Rahmen von vier Aufführungen wirbt die gemeinschaftliche Produktion der Schüler/innen für die Unterstützung der Millenniumsentwicklungsziele.
Die eigene kulturelle Identität zu erkennen, zu erleben und durch Darstellung für andere erfahrbar zu machen und die Kultur anderer Menschen zu verstehen, zu tolerieren und zu würdigen, sind Leitgedanken dieses Projektes.
